Fahnenchronik und Flaggenkunde

 

Unter Fahne versteht man ein Stück Tuch, das an einem Stock befestigt ist. Durch seine Farbe und Zeichnung soll es als Symbol für eine bestimmte Sache oder eine bestimmte Gemeinschaft von Menschen dienen. Das Wort „Fahne" geht auf gotisch „fana", althochdeutsch „fano" zurück , was soviel wie „Tuch" bedeutet. Die Fahne wird in der Regel getragen oder aufgestellt.

Im Gegensatz dazu wird die Flagge, die gleichartigen Zwecken dient, mittels einer Leine gehisst oder als Flaggentuch an einer Wand befestigt. Während die Flagge (das Flaggentuch) ersetzbares „Verbrauchsmaterial" ist, wird die Fahne (das Fahnenblatt) nicht erneuert, sondern in ihrer ursprünglichen Form so lange wie möglich aufbewahrt, da sie in ihrer Gesamtheit ein Symbol darstellt. Für Details über die korrekte Verwendung von Fahne und Flagge siehe die Österreichische Fahnen- und Flaggenordnung.
 

Geschichte

Die Geschichte der Fahne reicht weit zurück in die Vorzeit. Wahrscheinlich wurden zunächst Tierfelle an Stangen befestigt, um weithin sichtbare Zeichen zu geben.

Schon die alten Kulturvölker Asiens verfügten über verschiedene Feldzeichen, die aus Holz, Metall, Leder oder anderen Materialien angefertigt wurden. Sie symbolisierten die von ihren Trägern verehrten Gottheiten, die Schutz geben und Sieg verleihen sollten.

In der Bibel ist auf eher unbestimmte Weise von "Feldzeichen" die Rede. Kriegerische Auseinandersetzungen in Wüstengebieten erfordern weithin erkennbare Zeichen - was lag daher näher, als ein Stück Tuch im Winde flattern zu lassen? Psalm 20,6 ("Dann wollen wir jubeln über deinen Sieg, im Namen unseres Gottes das Banner erheben") deutet darauf hin, dass die Juden mit dem Gebrauch von Fahne und Flagge vertraut waren.

 

Die frühesten Fahnenformen waren Stangen, die an ihrer Spitze verschiedene Symbole trugen. Die bekanntesten davon sind die römischen Signa. Für die oft Tausende Meilen von Rom entfernt stationierten Soldaten waren sie „tragbare Götter" und somit Gegenstand heiliger Handlungen.

Ursprünglich hatte jedes Manipel (120 bzw. 60 Soldaten) sein eigenes Feldzeichen, das der „Signifer" trug und womit er die Befehle seines Zenturios optisch weitergab. Daneben existierten die sogenannten „Palladien", Kultsymbole wie Adler, Minotaurus, Pferd, Eber und Wolf, die von besonderen Wachen geschützt wurden. Nicht selten kam es vor, dass ein römischer Befehlshaber das Feldzeichen seiner Einheit in die Reihen des Gegners schleudern ließ, um die eigenen Kämpfer dazu anzuspornen, es zurückzuerobern.

Marius ordnete 104 v. Chr. an, dass neben den taktischen Feldzeichen der Manipeln und Kohorten die Legion den Adler (aquila) als alleiniges Symbol führen solle. Diese erste Truppenfahne diente also nicht mehr taktischen Zwecken, sondern war heiliges Zeichen der Legion. Der römische Adler wurde dabei stets in seiner charakteristischen, zum Flug bereiten Form dargestellt. Er war etwa taubengroß, aus Silber oder Bronze gefertigt und sollte seiner Legion als Glücksbringer „voran fliegen".

Dem Legionsadler an der Stangenspitze wurde in der Folge ein Stück Tuch an einem horizontalen Balken hinzugefügt - das Vexillum (Banner), von dem die Flaggenkunde (Vexillologie) ihren Namen hat.

Vor oder während der Schlacht an der Milvischen Brücke 312 n. Chr. soll Kaiser Konstantin dem Großen (307-337) das Chi-Rho-Symbol erschienen sein mit der Verheißung, dass er in diesem Zeichen siegen werde. Konstantin befestigte das Chi-Rho am Labarum, der Fahne des Oberbefehlshabers, und besiegte seinen Rivalen Maxentius. Anschließend verbreitete sich das Christus-Monogramm im ganzen Römischen Reich. Die Gegner der Römer im Norden, die Germanen, kannten ebenfalls schon Feldzeichen; sie wurden aber nicht zu taktischen Signalzwecken eingesetzt, sondern nur in kultischer Funktion. Die Symbole der altgermanischen Gottheiten - wie Wotans Speer oder Zius Schwert - wurden bei Kriegsausbruch aus den heiligen Hainen hervorgeholt, um in der Schlacht die Männer zu höchster Tapferkeit anzufeuern.

Die eigentliche Fahne im heutigen Sinn - ein an einem eher schmucklosen Stock seitlich befestigtes Tuch - verdanken wir wahrscheinlich den Chinesen. Es ist anzunehmen, dass in China schon um 3000 v. Chr. bemalte Seidenfahnen für kriegerische und kultische Zwecke verwendet wurden. Die Seide (bzw. die aus ihr gefertigte Fahne) gelangte in der Zeit der Kreuzzüge aus dem Orient in den Westen.

Träger der Kreuzzüge waren vor allem die Ritterorden. Auch sie führten Wappen und Fahnen. 1188, das Jahr vor dem dritten Kreuzzug, gilt als das Entstehungsjahr der modernen Nationalflaggen: Um nicht nur Personen, sondern auch nationale Heeresverbände auseinanderhalten zu können, einigte man sich unter den Kreuzrittern darauf, verschiedene Farben anzunehmen.
Als erste moderne Form der Fahne entstand im Westen der „Gonfanon" (ital. guntfano, Kriegsfahne), ein langes, meist mehrzipfeliges Tuch, das an einer Lanze befestigt wurde.

Von etwa 1200 an wurde der Reichsadler schwarz auf gelbem Grund in der Reichsfahne geführt, nachdem er in die Wappen wichtiger Reichsfürsten Eingang gefunden hatte.

Als das „Fußvolk" der Söldner die Ritterheere ablöste, wurde aus dem schwer manipulierbaren Banner die handlichere Fahne - anfänglich noch häufig „der fan" genannt. Dazu gesellte sich bald die von der Reiterei aus praktischen Gründen bevorzugte Standarte (von „Standhart", d. i. die in den Boden gerammte Fahne). Die Standarte ist kleiner als die normale Truppenfahne, ihr quadratisches Blatt hat meist ein Maß von 50 x 50 cm, während die noch leichtere Dragonerfahne in zwei Spitzen geteilt ist. Als Kirchenfahne hat sich das Vexillum bis in die Gegenwart erhalten.

 

Die österreichische Fahne

Die Farben Rot-Weiß-Rot gehen auf eine Initiative Friedrichs II., des Streitbaren (1210-1246),  zurück. Dieser letzte Herzog aus dem Stamm der Babenberger beschloss, sich um 1230 ein neues Wappen zu geben, um die Eigenständigkeit seines Landes gegenüber dem Reich zu betonen. Er wählte dafür den rotweiß-roten Bindenschild.

Die älteste bekannte Abbildung einer österreichischen Fahne findet sich auf dem Reitersiegel von 1254, auf dem sich Graf Otto von Plain und Hardeck als „Signifer Austriae" bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Reiterfahne mit länglichem, abnehmbaren rot-weiß-roten Fahnenblatt. Auf der Basis der alten Babenbergerfarben führte Joseph II. im Jahre 1786 die rot-weiß-rote Seeflagge mit gekröntem Bindenschild ein, die bis 1918 in Gebrauch war und die „Mutter“ der republikanischen Bundesdienstflagge ist. In der Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie trugen die Truppenfahnen auf der Vorderseite den Doppeladler, auf der Rückseite oft ein Madonnenbild. Eine solche Fahne wird noch heute dem Garderegiment vorangetragen.

Die militärischen Traditionsfahnen sind Ausdruck der Absicht, dem Kampfgeist früherer Truppenkörper nachzueifern und ihre Verbundenheit mit Herrscherhaus oder Nation fortzusetzen. Bis heute leisten die Rekruten des österreichischen Bundesheeres ihr Gelöbnis auf die Truppenfahnen. Vereinsfahnen drücken den Willen der Mitglieder aus, den Gründungsgedanken und ursprünglichen Vereinszweck hochzuhalten und die Gemeinschaft - oft über Generationen hinweg - weiterzuführen: denken wir nur an den Kameradschaftsbund, die Studentenverbindungen oder auch traditionelle Arbeitervereine.

Bei der Ausrufung der österreichischen Republik kam es zu einem beispiellosen Vorfall, der sich am 12.11.1918 auf der Parlamentsrampe ereignete: Wo rot-weiß-rote Flaggen feierlich gehisst hätten werden sollen, stiegen verknotete rote Flaggentücher empor. Rote Garden hatten den weißen Mittelstreifen herausgerissen und nur das rote Tuch gehisst: in der ersten Minute ihrer Existenz erlebte die Republik Österreich bereits eine Krise ihrer staatlichen Symbolik. Der Vorfall war genauso typisch für die mangelnde nationale Identität Österreichs, das sich provisorischen Verfassung vom 30. Oktober 1918, als „Deutschösterreich" zu einem Bestandteil der Deutschen Republik erklärte. Nach den leidvollen Perioden der Zwischenkriegszeit, des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges wurden die rot-weiß-roten Farben erstmals wieder Mitte April 1945 als Zeichen der nationalen Selbstständigkeit Österreichs gehisst. Mit der durch den Staatsvertrag 1955 besiegelten vollen Unabhängigkeit wuchs Österreich immer mehr zu einer selbstbewussten Nation zusammen.

 

Nationalflagge und Bundesdienstflagge

Die rechtliche Grundlage für die Fahnen und Flaggen der Republik Österreich bildet die Bundesverfassung (1981) und das Wappengesetz 1984, wobei Wappen und Fahne wie folgt geregelt wurden:

Das Wappen der Republik Österreich (Bundeswappen) besteht aus einem freischwebenden, einköpfigen, schwarzen, golden gewaffneten und rot bezungten Adler, dessen Brust mit einem roten, von einem silbernen Querbalken durchzogenen Schild belegt ist. Der Adler trägt auf seinem Haupt eine goldene Mauerkrone mit drei sichtbaren Zinnen. Die beiden Fänge umschließt eine gesprengte Eisenkette. Er trägt im rechten Fang eine goldene Sichel mit einwärts gekehrter Schneide, im linken Fang einen goldenen Hammer.

Beachte: Die gesprengte Eisenkette wurde 1945 als Zeichen der Befreiung vom Nationalsozialismus hinzugefügt.

Die Farben der Republik Österreich sind rot-weiß-rot.

Die Flagge der Republik Österreich besteht aus drei gleich breiten waagrechten Streifen, von denen der mittlere weiß, der obere und der untere rot sind.

Die Dienstflagge des Bundes entspricht der Flagge der Republik Österreich, weist aber außerdem in ihrer Mitte das Bundeswappen auf, welches gleichmäßig in die beiden roten Streifen hineinreicht. Das Verhältnis der Höhe der Dienstflagge des Bundes zu ihrer Länge ist zwei zu drei.

Die Seeflagge der Republik Österreich gleicht der Nationalflagge, doch ist ihr Format mit 2:3 vorgeschrieben.

Beachte: Dieses Format eignet sich am besten für Beflaggungen, weil es eine harmonische Proportion hat und auch vom Wind gut erfasst wird.

Anmerkung: Gewohnheitsrechtlich hat sich die Fahne mit dem Bundeswappen insbesondere bei großen Sportveranstaltungen auch als die allgemein gebräuchliche Form durchgesetzt.

Bei Fahnen Gärtner erhalten Sie übrigens österreichische Bundesländer Fahnen, Gemeinde Fahnen, internationale Fahnen und auch Sonderfahnen.


Bundesland Vorarlberg

LandesWappen Vorarlberg

Das Wappen Vorarlbergs ist das Montfortische Banner. Es zeigt im silbernen Schild eine mit drei gleich breiten, schwarz befransten Lätzen versehene rote Kirchenfahne an drei roten Ringen, die im oberen Teil von zwei und in den drei Lätzen je von drei schwarzen, schmalen Balken durchzogen wird.
Beachte: Die Enden der drei Lätze verlaufen waagrecht.

Am 20. August 1864 wurde durch kaiserliches Diplom dem damaligen Kronland Vorarlberg der österreichisch-ungarischen Monarchie ein Wappen verliehen, das aus den Wappen einzelner Städte, Gerichte und Herrschaften in Vorarlberg zusammengesetzt war. Auf dessen Herzstück geht das heutige Wappen zurück. Die Familie der Montforter war im Mittelalter eines der mächtigsten Herrschergeschlechter im alemannischen Raum. Ihr Wappen hatten sie von den Pfalzgrafen von Tübingen übernommen. Es wird auf die Gerichtsfahne (auch „Pfalz" genannt) zurückgeführt, die die Pfalzgrafen von Tübingen seit 1146 in ihrem Wappen führten.

 

Landesflagge Vorarlberg

Entsprechend dem Landeswappen sind die Landesfarben rot-weiß. Die Aufnahme des Landeswappens in die Landesflagge Vorarlberg hat sich gewohnheitsrechtlich eingebürgert.
Externe Information: http://www.vorarlberg.gv.at/vorarlberg/geschichte_statistik/geschichte/landessymbole/landeswappen.htm


Bundesland Tirol

Landeswappen Tirol

Das Tiroler Wappen zeigt in silbernem Schild einen roten, golden bekrönten, nach heraldisch rechts blickenden Adler mit goldenen Waffen, mit goldenen Flügelspangen mit Kleeblattenden und einem nach oben offenen grünen Kranz hinter seinem Haupt. Nach dem Aussterben der Grafen von Tirol im Mannesstamm übernahmen die Gebrüder Meinhard und Albert von Görz 1253 – 1256 mit dem Land auch das frühere Familienwappen der Tiroler Grafen und führten es als Territorialwappen weiter.

Die älteste bekannte Darstellung des Tiroler Wappentiers findet sich auf einem Siegelfragment an einer Urkunde im Archiv des Klosters Wilten (Ende 11. Jh.); die älteste uns überlieferte Farbdarstellung des Tiroler Wappens befindet sich an der Westwand der Burgkapelle von Schloss Tirol (um 1271).

 

Landesflagge Tirol

Die Farben des Landes Tirol sind Weiß-Rot. Siehe hiezu das  Fresko mit dem Landesbanner am Goldenen Dachl in Innsbruck (um 1500). Die Aufnahme des Landeswappens in die Landesflagge Tirol hat sich gewohnheitsrechtlich eingebürgert.

Externe Information: http://www.tirol.gv.at/themen/kultur/landesarchiv/forschungstipps/landeswappen/


Bundesland Salzburg

Landeswappen Salzburg

Das Wappen des Landes Salzburg ist das historische Wappen. Es besteht aus einem gekrönten gespaltenen Schild: heraldisch rechts in Gold ein aufrechter, nach rechts gewendeter schwarzer Löwe, heraldisch links in Rot ein silberner Balken. Anfänglich wurde das Wappen der Salzburger Erzbischöfe mit einer bischöflichen Mitra bekrönt. Zu Beginn der Neuzeit trat der Kardinalshut oder  der Legatenhut an die Stelle der Mitra. Um 1700 trat schließlich der bis heute übliche Fürstenhut als Schildbekrönung auf.

Die erste farbige Abbildung des Salzburger Wappens, die uns überliefert ist, findet sich in der um 1340 entstandenen Züricher Wappenrolle. Das Salzburger Wappen stammt vermutlich aus der Frühzeit der Staufer. Das Geschlecht der Staufer geht auf zwei Sieghardinger Grafen, Sieghard und Friedrich, die 987 nach Schwaben heirateten, zurück. In der Folge sollten zwischen Staufern und Babenbergern enge verwandtschaftliche Beziehungen entstehen: Die Tochter Kaiser Heinrichs IV., Agnes,  war die Gattin Leopolds III., des Heiligen. Einer ihrer Söhne war Erzbischof Konrad von Salzburg (1164-1168). Es wird vermutet, dass aus dieser Gedankenwelt das Salzburger Wappen entstanden ist: die Kombination des schwarzen staufischen Löwen in Gold (als Erbe der Sieghardinger) mit dem rot-weiß-roten Bindenschild der Babenberger.

 

Landesflagge Salzburg

Die Farben des Landes Salzburg sind Rot-Weiß. Die Salzburger Landesbehörden verwenden als Dienstflagge die Farben Rot-Weiß im Format 2:3, wobei das Landeswappen harmonisch im Mittelfeld angeordnet ist. Die allgemeine Verwendung der Landesflagge Salzburg mit dem Wappen hat sich gewohnheitsrechtlich eingebürgert.

Externe Information: http://www.salzburg.gv.at


Bundesland Kärnten

Landeswappen Kärnten

Das historische Wappen Kärntens ist das einzige unter den Wappen der österreichischen Bundesländer, das im Landesgesetzblatt mit Helm, Helmzier und Helmdecken dargestellt wird:
In von Gold und Rot gespaltenem Schild vorne drei übereinander gestellte, schwarze, rot bezungte und rot bewehrte schreitende Löwen, hinten ein silberner Balken; auf den Schild ist ein golden gekrönter Turnierhelm mit rot-goldenen Helmdecken gestellt, der zwei goldene Büffelhörner trägt, die außen mit je fünf goldenen Stäbchen besteckt sind, von denen rechts je drei schwarze, links je drei rote Lindenblätter herabhängen.

Im Allgemeinen wird aber als Kärntner Wappen nur der Wappenschild geführt, da der Helm mit Decken und Helmzier die Proportionen der Darstellung zusammen mit anderen Wappen in der Regel sprengt. Das ursprüngliche Kärntner Wappen, wie es die Spanheimer (Herzöge Kärntens 1122-1269) führten, war ein schwarzer heraldischer Panther in Silber.

Herzog Ulrich III. bediente sich, um seine Ansprüche auf das durch den Tod Friedrichs des Streitbaren 1246 freigewordene babenbergische Erbe auszudrücken, nicht mehr des alten Kärntner Pantherwappens, sondern eines kombinierten Wappens, das vorne die drei Löwen eines in Mödling sesshaften Babenberger-Geschlechts  und hinten den halben österreichischen Bindenschild aufwies. 

 

Landesflagge Kärnten

Die Kärntner Landesfarben - gelb, rot, weiß - sind dem Wappen entnommen. Die Aufnahme des einfachen Kärntner Wappens in die Kärnten Flagge hat sich gewohnheitsrechtlich eingebürgert.

Externe Information: http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4rntner_Wappen


Bundesland Steiermark

Landeswappen Steiermark

Das Wappen des Landes Steiermark ist in grünem, spitz zulaufenden Schild der rot gehörnte und rot gewaffnete silberne Panther, der aus dem Rachen Flammen hervorstößt. Der Wappenschild trägt den historischen Hut. Otakar III., Markgraf in Steier († 1164) wählte sich den Panther als Wappen- und Siegelbild. Auf Urkunden ist dieser Siegelabdruck erstmals 1160 belegt. Mit der Erhebung der Steiermark zum Herzogtum ging dieses Wappen 1180 auf das Land über. In einem antiken Text, dem „Physiologus", heißt es über den Panther, der zum steirischen Wappentier erkoren wurde: „Der Panther ist allen Thieren sehr freund, außer dem Drachen ... Er ist still und sehr sanft. Wenn er gefressen und sich gesättigt hat, legt er sich schlafen in seiner Höhle. Und am dritten Tage erwacht er aus seinem Schlafe und schreit mit mächtiger Stimme...“

Das Siegel der Stadt Graz von 1261 zeigt nicht einen gehörnten, sondern einen gekrönten Panther. Später wurden auch die Klauen im Wappen der Stadt Graz golden gefärbt. Überdies speit der „Hauptstadt-Panther" aus allen Leibesöffnungen Feuer, während der rot gehörnte und gewaffnete „Landespanther" nur seinen Rachen als „Flammenwerfer“ benutzt. Die erste Farbdarstellung des steirischen Landeswappens überliefert die Züricher Wappenrolle um 1340.

 

Landesflagge Steiermark

Die Landesfarben der Steiermark sind Weiß-Grün. Erstmals erfahren wir darüber in einem Bericht über die Schlacht von Kroissenbrunn gegen die Ungarn (1260), in welcher der Landmarschall Ulrich von Wildon ein weiß-grünes Banner vorantrug. Diese Farben stammen aus dessen Familienwappen, das drei Kleeblätter unter silbernem Schildhaupt zeigte. Der Reimchronist Ottokar aus der Gaal beschreibt 1315 die frühen Landessymbole mit folgenden Worten:
...ein banier grüene als ein gras
darin ein pantel swebte  
blanc als ob es lebte...

Die Aufnahme des Landeswappens in die Steiermark Landesflagge hat sich gewohnheitsrechtlich eingebürgert.

Externe Information: http://www.europa.steiermark.at/cms/ziel/3710317/DE/


Bundesland Oberösterreich

Landeswappen Oberösterreich

Das Landeswappen besteht aus einem mit dem österreichischen Erzherzogshut gekrönten, gespaltenen Schild, der heraldisch rechts einen goldenen Adler mit roter Zunge und roten Krallen im schwarzen Feld zeigt, heraldisch links dreimal von Silber und Rot gespalten ist. Das Wappen wurde 1359 von Herzog Rudolf IV., dem Stifter, eingeführt. In einem Verzeichnis des Klosters Baumgartenberg am Nordostrand des Machlandes aus der Zeit um 1335 findet sich ein Wappen, das in Verbindung mit dem Stifterehepaar Otto II. und Jutta von Machland steht. Es gilt als Vorbild für das oberösterreichische Landeswappen, weil das Machland schon seit alters her einen integrierenden Bestandteil des Herrschaftsgebietes der Babenberger gebildet hatte.

Die älteste bekannte Farbdarstellung des oberösterreichischen Landeswappens findet sich auf zwei Miniaturen aus der Zeit zwischen 1384 und 1395. Das Wappen ziert das Grabmal Friedrichs III. (errichtet 1463 bis 1513) im Apostelchor des Wiener Stephansdoms und ist außen an der Sohlbank des Südturms sichtbar. Als Helmzier diente unter Kaiser Friedrich III. ein einköpfiger Adler, der im 15. Jh. durch den Erzherzogshut ersetzt wurde. Seine erste amtliche Beschreibung erfuhr das oberösterreichische Wappen in einem Zirkularerlass des Landeshauptmannes vom 21. September 1904, in welchem auch die Landesfarben Weiß-Rot zum ersten Mal bestimmt wurden. Die Bugflagge des ersten Donaudampfschiffs, das von Wien nach Linz fuhr, der „Maria Anna", zeigte aber schon im Jahre 1837 die weiß-roten Farben.

 

Landesflagge Oberösterreich

Die Farben des Landes Oberösterreich sind Weiß-Rot, wobei die weiße Farbe der Fahnenspitze zugewandt ist. Bei senkrecht hängenden Fahnen ist die weiße Farbe vom Beschauer aus gesehen links angeordnet. Die Flagge des Landes Oberösterreich besteht aus zwei gleich breiten waagrechten Streifen, von denen der obere weiß und der untere rot ist. Das Verhältnis der Höhe der Flagge zu ihrer Länge ist 2:3. Die Aufnahme des Landeswappens in die Oberösterreich Flagge hat sich gewohnheitsrechtlich eingebürgert.

Externe Information: http://www.land-oberoesterreich.gv.at/


Bundesland Niederösterreich

Landeswappen Niederösterreich

Das Landeswappen besteht aus einem blauen Schild, der eine goldene Mauerkrone mit drei sichtbaren Zinnen trägt und in welchem sich fünf goldene Adler, je zwei gegeneinander und einer nach links gewendet, befinden. Der Ursprung des niederösterreichischen Landeswappens liegt in einem mit goldenen Adlern bestreuten blauen Wappenschild, der Leopold dem Heiligen III. (1073-1136) zugeschrieben wurde. Das Fünfadlerwappen erscheint zum ersten Mal 1335 auf Glasscheiben, die für den Kreuzgang des Stiftes Klosterneuburg angefertigt wurden und jetzt in der Leopoldskapelle eingebaut sind. 

Die Durchsetzung des Fünfadlerwappens erfolgte aber erst in der Zeit Herzog Rudolfs IV., des Stifters, (1358-1365). Die um 1500 aufgekommene Theorie, die Wappenvögel Alt-Österreichs seien Lerchen und leiteten sich von der römischen Lerchen-Legion (Legio X allaudarum) her, führte insbesondere im Barock zu zahlreichen missverständlichen Darstellungen. Mit der Schaffung einer neuen Landesverfassung am 30. 11. 1920 wurde der Erzherzogshut durch das Zeichen des republikanischen Bürgertums, die Stadtmauerkrone, die ja auch im Bundeswappen enthalten ist, ersetzt

  

Landesflagge Niederösterreich

Die Landesfarben Niederösterreichs sind blau-gelb. 
Anmerkung: Die Flagge Niederösterreichs ist somit in ihrem oberen Streifen blau. Wird sie vertikal als sogenannte „Sportplatz-" oder „Bannerfahne" angebracht, so ist der vom Beschauer aus gesehen linke Streifen der blaue. Bei den ebenfalls vertikal angebrachten „Knatterfahnen" ist blau mastseitig anzuordnen. Wird eine „Hausfahne" aus der Dachluke gesteckt, so gehört jedoch das Blau an die Straßenseite, weil es gewissermaßen der von der Stange her gesehen obere und damit für vornehmer gehaltene Streifen ist. Die Aufnahme des Landeswappens in die Niederösterreich Flagge hat sich gewohnheitsrechtlich eingebürgert.

Externe Information:  http://www.noe.gv.at/Land-Zukunft/Geschichte-Landeskunde/Landessymbole/


Bundesland Wien

Landeswappen Wien

Das Wappen der Bundeshauptstadt Wien zeigt in einem spitz zulaufenden roten Schild ein weißes Kreuz. Diese Form des Wappens darf von jedermann verwendet werden. Das Wappen in Form eines Brustschildes in der Figur eines schwarzen, golden bewehrten Adlers ist der Verwendung durch die Organe der Gemeinde Wien und des Landes Wien vorbehalten. Die frühesten Belege für das Wiener Stadtwappen finden sich auf den sogenannten „Wiener Pfennigen" aus dem späten 13. Jahrhundert. Sie zeigen bereits das für Wien charakteristische Balkenkreuz, das sich wahrscheinlich von der seit Ende des 12. Jahrhunderts nachgewiesenen Reichssturmfahne herleitet.

Als Erzherzog Albrecht VI. seinen kaiserlichen Bruder, Friedrich III., 1461 im Streit um die österreichischen Donauländer befehdete, versuchte er, das vom Kaiser nicht unterstützte Wien einzunehmen. Der Angriff wurde jedoch abgewehrt. Der Kaiser bedankte sich dafür, indem er der Stadt Wien gestattete, anstelle des schon bisher verwendeten goldenen, einköpfigen Adlers im schwarzen Feld den mit der Reichskrone gezierten, nimbierten goldenen Doppeladler zu führen. Erste einige Jahre nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Monarchie, am 29. April 1925, wurde dieses Wappen abgeschafft und festgelegt, dass das weiße Balkenkreuz in Rot „entweder allein oder in der Figur des Wappenhalters" gebraucht werden könne. Zwischen 1934 und 1945 wurde wieder das Doppeladlerwappen verwendet. 

Landesflagge Wien

Die Farben der Bundeshauptstadt Wien sind rot-weiß. Die Flagge der Bundeshauptstadt Wien besteht aus zwei gleich breiten, waagrechten Streifen; der obere ist rot, der untere ist weiß. Das Verhältnis der Höhe der Flagge zu ihrer Länge ist zwei zu drei. Die Aufnahme des einfachen Wiener Wappens in die Landesflagge von Wien hat sich gewohnheitsrechtlich eingebürgert.

Externe Information: http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Wappen


Bundesland Burgenland

Landeswappen Burgenland

Das Landeswappen des Burgenlandes ist in goldenem Schild ein roter, golden gekrönter und bewehrter, rot bezungter, widersehender Adler mit ausgebreiteten Schwingen, der auf einem schwarzen Felsen steht, in den Oberecken von zwei schwarzen, breitendigen Kreuzchen begleitet wird und dessen Brust mit einem dreimal von rot und kürsch gespaltenen und golden eingefassten Schildchen belegt ist. 

Das Wappen verbindet heraldische Elemente der beiden mächtigsten, im 15. Jahrhundert ausgestorbenen Adelsgeschlechter Burgenlands, der Mattersburger-Forchtensteiner und der Grafen von Güssing-Bernstein. Das Wappen wurde am 1. August 1922 vom burgenländischen Landtag als Landeswappen angenommen. Gleichzeitig beschloss der Landtag, die Farben Rot-Gold, die in den Jahren unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg als gemeinsames Zeichen der Betreiber des Anschlusses des Landes an Österreich verwendet worden waren, zu den burgenländischen Landesfarben zu erklären.

 

Landesflagge Burgenland

Die Farben des Burgenlandes sind rot-gold. Die Flagge des Burgenlandes besteht aus zwei gleich breiten waagrechten Streifen, von denen der obere rot und der untere gold ist. Sie weist in ihrer Mitte das Landeswappen auf, welches gleichmäßig in die beiden Streifen hineinreicht. Das Verhältnis der Höhe der Flagge des Burgenlandes zu ihrer Länge ist zwei zu drei.

Externe Information: http://www.burgenland.at/burgenland/daslandeswappen