Sie wollten schon immer wissen, wie eine Fahne hergestellt wird?

 

Sie möchten unseren Mitarbeitern gerne einmal über die Schulter schauen, haben aber nicht die Möglichkeit, uns direkt vor Ort zu besuchen? Dann sind Sie hier richtig!

Lassen Sie sich entführen in die Welt der Fahnen und begleiten Sie uns auf einem Rundgang durch unser Unternehmen.

 

Hier eine kurze Übersicht  über die einzelnen Stationen:

 
• GESCHÄFTSFÜHRUNG

  

Ing. Gerald Heerdegen  

 

 

Unser Leitgedanke:

 

Der bereits von den Firmengründern Arnold und Anni Gärtner entwickelte Leitsatz des Unternehmens:

„FAHNENGÄRTNER – Ein Bündnis mit der Qualität“

wurde in der Firmengeschichte immer gelebt und hat auch in Zukunft vorrangige Bedeutung bei unserer täglichen Arbeit.
Zusammen mit unseren Mitarbeitern verstehen wir uns als eine große Familie und stehen nicht nur für qualitätsbewusst und traditionell sondern auch für modern, flexibel und innovativ.
Mit diesen Leitgedanken wollen wir zusammen mit unseren Mitarbeitern allen Partnern der „Welt von FAHNENGÄRTNER“ signalisieren, dass wir uns täglich aufs Neue bemühen, den hohen Anforderungen einer sich ständig verändernden Umwelt gerecht zu werden und alle unsere Kunden mit Ihren Interessen und Erwartungen in ganzheitlicher Weise bedienen zu wollen.

 


 

• VERWALTUNG

 

 

In unseren modern eingerichteten Büros wird viel Wert auf ergonomische Arbeitsplatzgestaltung gelegt.

Eine gemütliche Atmosphäre soll dazu beitragen, dass sich die Mitarbeiter bei ihrer Arbeit wohl fühlen und dieses Gefühl auch unseren Kunden vermitteln.

Durch die Vernetzung sämtlicher Computer unseres Unternehmens soll ein idealer Kommunikationsfluss gewährleistet werden, damit Ihre Aufträge kontinuierlich bearbeitet werden können.

Dies alles sorgt dafür, dass wir unsere Kunden bestmöglich beraten und betreuen können.
 

 


 

• GRAFIK  

 

 

In der Grafik werden die eingehenden Daten der Kunden vorab auf Verwendbarkeit, Vollständigkeit und ausreichende Qualität geprüft.

Bei Erhalt eines Auftrages werden laut Wunsch des Kunden Entwürfe gefertigt. Nach Genehmigung des Entwurfes sind Filme für die Produktion zu belichten, wo je nach Fahnenart Nähzugaben gemacht werden.

Bei Fahnen mit Bildern muss das Bild mit der passenden Tonwertkurve eingestellt werden.

Die verwendeten Programme für die Produktion sind „Macromedia Freehand“ und „Adobe Photoshop“.

Um mit den Kunden kompatibel zu sein werden auch CorelDraw, Quark X-Press und Adobe Illustrator eingesetzt. Diese Programme werden dazu verwendet, die Daten ins Freehand zu konvertieren.

 


 

• DIGITALDRUCK

 

In unserer jüngsten FAHNENGÄRTNER-Abteilung werden Ihre eingehenden Daten für die digitale Drucktechnik aufbereitet und können in fast Fotoqualität auf Stoffe übertragen werden.

Diese Technik erlaubt Fahnendrucke für Innen- und Außenwerbung mit hohen Preisvorteilen in vor allem kleineren Stückzahlen.

Modernste Technologie in Sublimations- und Direktdrucktechnik gewährleistet die qualitativ hochwertige Umsetzung auch besonderer Wünsche!

 

Es werden zwei verscheiden Digitaldruck-Techniken angewandt:

 

►Sublimationsdruck

  

Ink-Jet Druckmaschine Sublimationskalander
 

An den Ink-Jet Druckmaschinen wird das zu bedruckeden Motiv vorab auf ein spezielles Sublimationspapier aufgedruckt. Das Papier ist mit einer Silikonbeschichtung versehen, um ein auslaufen der einzelnen Farbpunkte zu verhindern.

Die Druckdatei wird vorab mit einem Rip-Programm neu berechnet um die gewünschten Farbtöne am Stoff zu erhalten. Es stehen der Maschine vier Farben zur Verfügung, aus denen so gut wie alle Farbtöne realisierbar sind.

 

Am Kalander werden die Digitaldrucke im Sublimationsverfahren vom Papier auf Polyesterstoff zu übertragen.

Die Druckseite des Papiers wird mit dem Stoff zusammen über eine ca. 200°C heiße Trommel geführt. Der Farbstoff wandert (sublimiert) vom Papier in die Faser und wird dort gebunden. Der bedruckte Stoff kann ohne weitere Nachbehandlung verarbeitet werden.

 

technische Daten eines Sublimationsdruckers:

- 8 Druckköpfe

- 180 Düsen / Druckkopf

- max. 1440 dpi Auflösung

- maximale Druckbreite 220cm

- Druckgeschwindigkeit ca. 15m²/h

 

►Direktdruck

 

 

Im Direktdruck wird das Motiv direkt auf speziell vorbehandelte Stoffe gedruckt.

Die Fixierung erfolgt wie im Siebdruck durch Dämpfen im Hängeschleifendämpfer, wobei die Prozesszeit um 50% werden kann.

Auch ist im Direktdruck, allerdings sehr einfache, Nachwäsche nötig, um ein späteres ausbluten des Druckers zu verhindern.

 

Das Herzstück in diesem Bereich ist die "Reggiani DReAM", die zurzeit schnellste Digitaldruckmaschine auf dem österreichischen Markt für Werbemittel und Fahnen im Textildruck.

Die Maschine ist mit 6 Farben bestückt und jede Farbe ist mit 7 Druckköpfen ausgestattet. Dadurch ergibt sich eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 190m²/h.

 


 

• SCHABLONENHERSTELLUNG

 

Spanngerät Beschichtung

Proka

Jet-Screen

 

 ►Schablonen Spannautomat:

 Die Schablone wird in die Maschine eingelegt und abgesenkt. Anschließend wird das Spezialgewebe in der entsprechenden Breite in den Kluppen am Spannrahmen befestigt. 

Die Gaze wird zuerst in Längs-, dann in Querrichtung, gespannt. Nachdem die nötige Spannung erreicht ist, wird der Schablonenrahmen an die Gaze herangehoben und mit einem Spezialkleber verklebt.

Wenn der Kleber getrocknet ist, werden die überstehenden Gazestreifen abgeschnitten. Die Gaze wird entfettet und ist dann fertig für die Beschichtung.

 

►Beschichtungsautomat:

Die Maschine dient dazu, die Schablonen mit einer lichtempfindlichen Fotoemulsion zu beschichten.

Eine Rinne (Rakel) wird automatisch an das Sieb geführt und dann mit konstanter Geschwindigkeit und Anpressdruck über das Sieb nach oben bewegt.

Sie gewährleistet, dass die Schablone mit einem gleichmäßigen Emulsionsfilm überzogen wird und ist ein wesentlicher Bestandteil für eine qualitativ hochwertige Schablonenfertigung.

 

►Proka - Direktprojektionsanlage:

Mit dieser Maschine wird das zu bedruckende Motiv in der gewünschten Größe auf eine Schablone projiziert.

Die Schablone ist mit einer UV-empfindlichen Fotoemulsion beschichtet. Notwendig hierfür ist ein ca. 35 x 50 cm großer Film, auf den das Motiv in einem bestimmten Maßstab aufbelichtet ist.

Eine Spezial-Lampe strahlt Licht in einem genau definierten UV-Bereich aus. Dieses Licht wird über 6 hochwertige Speziallinsen und Objektive auf die Schablone gestrahlt. Der Film wird vor dem Objektiv auf eine Glasplatte aufgespannt.

Je nach Vergrößerungsfaktor wird die Schablone dann 1 bis 8 Minuten belichtet.

Die Schicht härtet an jenen Stellen aus, an denen das UV-Licht auftrifft und wird dort wasserunlöslich.

Die Druckstellen bleiben wasserlöslich und werden später mit Hochdruck und Wasser vom Sieb gewaschen.

 

►Belichtung Jetscreen: 

Im Gegensatz zur Schablonenherstellung mit der Direktprojektionsanlage ist für den JetScreen das Herstellen von Filmen nicht mehr notwendig.

Die Daten der zu druckenden Motive werden direkt von der Grafik auf den Rechner vor Ort übertragen. Ein mit 256 Düsen ausgestatteter Druckkopf spritzt das Motiv mit flüssigem Wachs als Positiv direkt auf das beschichtete Sieb.

Dieses Wachs ist für das kurzwellige Licht der Belichtungslampen undurchlässig. Dadurch härtet während der Belichtung die Fotoemulsion, die unter der Wachsschicht liegt nicht aus und kann bei der anschließenden Entwicklung ausgewaschen werden.

Dieses System der Siebherstellung eignet sich besonders für Rasterschablonen hoher Auflösung.

 

►Retuche: 

Beim Arbeitsschritt der Retusche – Schablonenkontrolle – werden die Schablonen nach sogenannten Nadellöchern abgesucht.

Der Blaubereich der Schablone lässt im Druckprozess keine Farbe auf den Bedruckstoff kommen. Wenn in der Schicht aber Löcher auftreten – z.B. durch Staub – kann Farbe durchgehen. Diese Löcher werden hier entfernt (übermalt).

 


 

• FARBKÜCHE

 

 

Nach genauen Rezepturen werden die verschiedenen Grundfarben gemischt, auch Mutterfarben genannt, aus denen danach die gewünschten Druckfarben hergestellt werden.

Für jede Farbe gibt es ein eigenes Rezept.

Je nach Farbbedeckung der Fahne wird 1kg Farbe für kleine Schriften, bis hin zu 500kg Druckfarbe für Großauflagen hier in der Farbküche zusammengemischt.

 


 

• DRUCKEREI

  

 

Die komplette Siebdruckproduktion wird auf einer Druckmaschine abgewickelt. Es handelt sich um eine Kombiprintmaschine der Firma Zimmer.

Kombiprint heißt, dass sowohl kontinuierlich als auch diskontinuierlich gedruckt werden kann.

 

Kontinuierlicher Druck

Die Ware wird am Ende der Druckstrecke abgezogen und läuft in den Trockner. Die einzelnen Farben werden „nass in nass“ gedruckt.

 

Diskontinuierlicher Druck

Die Ware wird auf die rundumlaufende Druckdecke geklebt. Dann wird eine Farbe nach der anderen rundenweise hintereinander gedruckt. Die Druckfarbe trocknet dazwischen etwas an.

 

Die KP 52 – Kombiprint besteht aus 5 Schablonenaufhängungen und 5 Magnetbalken. Die Gesamtlänge beträgt 50 m, die Nutzlänge 40 m und die Länge der Druckdecke 89 m.

Die bedruckte Ware wird von der Druckdecke abgezogen und läuft in den Trockner.

Bei ca. 150°C wird die Druckfarbe getrocknet und die Ware wird hinter dem Trockner in einem Wagen abgetafelt.

 


 

• DRUCKNACHBEHANDLUNG

 

Soft-Jet Spannrahmen

 

►Hängeschleifendämpfer:

Beim der Fixierung wird der bedruckte Stoff 10 Minuten bei 172 Grad Celsius durch den Dämpfer geführt.

Bei diesem Prozess wandert der Farbstoff von der Oberfläche in die Faser und wird darin gebunden.

Gleichzeitig entwickelt sich der Farbstoff und erzielt seine gewünschte Farbe.

 

►Drucknachwäsche:

Beim Druck auf Polyesterfasern und vor allem beim Durchdruckverfahren arbeitet man mit einem großen Farbüberschuss. Das heißt, dass beim Dämpfen nicht der ganze Farbstoff in die Faser wandert.

Dieser überschüssige Farbstoff und die Druckhilfsmittel wie Verdickung, Fixierbeschleuniger usw. werden bei diesem Prozess herunter gewaschen. Dabei wird der Farbstoff in der Waschflotte reduktiv zerstört.

Spezielle Waschmittel halten den Farbstoff im Wasser gebunden und verhindern ein „Anfärben“ der Weißfonds.

 

►Strangöffner:

Beim Waschprozess verwindet sich die bis zu 500 m lange Stoffbahn. Mittels feiner Sensoren erkennt der Strangöffner, in welche Richtung der Strang verwunden ist und dreht ihn automatisch in die Gegenrichtung.

Die Stoffbahn wird geöffnet (breitgemacht) und über eine Vakuumabsaugung geführt, wo das überschüssige Wasser abgesaugt wird. Danach wird die Stoffbahn abgetafelt und gelangt zum Spannrahmen.

 

►Spannrahmen:

Bei ca. 130°C werden die Fahnen am Spannrahmen getrocknet und aufgerollt.

 


 

• KONFEKTION:

 

 

Auf ca. 600 m² Fläche werden die gedruckten Stoffbahnen in einem 1. Schritt kontrolliert (Endkontrolle – Druckbild, Farben, Maße).

Die Stoffbahnen werden zugeschnitten und je nach Konfektionstyp an verschiedenen Nähmaschinen genäht.

Je nach Fahnentyp muss jede Fahne sogar von mehreren Näherinnen und Nähmaschinen bearbeitet werden, wie z.B. Umnähen, Säumen, Säume aufnähen, Schlaufen aufnähen, Haken einnähen, Stanzen...

 

 

►Gurtennähmaschine:

Diese Spezialnähmaschine ermöglicht ein einfaches Auf- oder Einnähen von Gurtenbändern.

Für 2 cm und 4 cm breite Gurte gibt es jeweils eine eigene Maschine, da bei diesen Maschinen der Nadelabstand fix eingestellt ist.

 

►Weitere Standardnähmaschinen:

Overlock, Doppelnadelmaschine, Verriegelungsautomat, Knopflochautomat, manuelle Einnadelnähmaschine.

 

►Der Nähautomat:

Mit dem Nähautomat ist eine kontinuierliche Bearbeitung von langen Stoffbahnen ab Rolle möglich.

Die gedruckten Fahnen werden auf Rolle vorgelegt und an den beiden Längsseiten geschnitten.

Gleichzeitig werden je nach Konfektionstyp die Längsseiten der Fahnen umgenäht, gesäumt oder es werden Gurtenbänder von zwei bis vier cm Breite, aufgenäht.

Die Nähköpfe an beiden Seiten können in der Breite verstellt werden. Auf jeder Seite befinden sich eine Doppelnadelmaschine und eine Einfachnadelmaschine.

 


KUNSTSTICKEREI:

 

Großes künstlerisches Talent ist für die Ausführung der Stickarbeiten erforderlich. In zeitaufwändiger Arbeit unter Einfluss von viel Geschicklichkeit und ausgeprägtem Sinn für das Schöne entstehen langlebige Motive, Verzierungen, Logos und Schriften.

 

 

Unsere Kunststickerinnen beherrschen vier Sticktechniken:
► Cornely-Stickerei
► Plattstichstickerei
► Frotteestickerei und
► Goldschnurstickerei

 

Sowohl gestickte Traditionsfahnen, Vereinsfahnen wie auch Standarten oder Ehrenwimpel stellen einen großen objektiven und ideellen Wert dar und sind besonders für das Bundesheer, Rote Kreuz, für die Feuerwehren, Musikvereine, Zünfte, Schützenkompanien, Bauernschaften, Kameradschaftsbunde, Studentenverbindungen, Landsmannschaften, Faschingsgilden und weitere Verbindungen mehr von großer Bedeutung.

Es beginnt mit einer einfachen Papiervorlage vom Kunden.

Anhand dieser Vorlage wird die Werkszeichnung auf Skizzenpapier ausgeführt. Im Anschluss daran wird die Werkszeichnung perforiert, auf den Original-Fahnenstoff gelegt und mit Hilfe von Kreidenstaub werden sämtliche Motive, Schriften und Verzierungen auf den Fahnenstoff übertragen und fixiert.

Hernach wird das Fahnentuch in den Stickrahmen – ca. 25 cm Durchmesser – gespannt und per Hand auf der Stickmaschine geführt.

Die Geschwindigkeit des Stickens kann mit dem Fußpedal der Stickmaschine gesteuert werden.

Der Bereich innerhalb des Stickrahmens wird voll ausgestickt, hernach wird dieser Rahmen so oft versetzt, bis das gesamte Motiv – teils 100 cm und größer – fertig gestickt ist.