Wiener Wappen

Erstellt am
18.02.2025
Wien ist mehr als Oper, Prater oder Stephansdom. Die Stadt erzählt ihre Geschichte auch in Symbolen - kraftvoll, farbenfroh und bedeutungsvoll. Jeder der 23 Bezirke hat sein eigenes Wappen, das von historischen Wurzeln und lokalen Besonderheiten erzählt. Wer Wien ein wenig besser verstehen will, sollte einen Blick auf diese Wappen werfen - sie sind kleine Kunstwerke mit großer Bedeutung.
Eine Übersicht der 23 Wiener Wappen.

Symbole der Vielfalt: Was Wiens Bezirkswappen erzählen
Was heute als „Bezirke“ zusammengefasst ist, waren früher eigenständige Gemeinden, Vorstädte oder Ortschaften mit jeweils eigener Identität, Geschichte und Symbolik. Erst im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts wurden diese Orte nach und nach eingemeindet und zu einem Teil des heutigen Wiens. Um die Herkunft und Tradition dieser ehemals eigenständigen Orte zu bewahren, erhielten die neu entstandenen Bezirke eigene Wappen. In diesen Wappen spiegelt sich die Vergangenheit ihrer Teile wider - seien es alte Herrschaften, kirchliche Bezüge, lokale Sagen oder bedeutende Persönlichkeiten. Die Bezirkswappen sind also mehr als nur schöne Bilder - sie erzählen etwas über die Entstehung und Entwicklung Wiens. Und sie zeigen, wie aus vielen kleinen Orten eine große Stadt wurde. Bis heute sind die Wappen ein Teil der Identität der einzelnen Bezirke.

Ein rot-weißes Wappen mit einem weißen Kreuz auf rotem Grund, schwarz umrandet, vor einem geteilten rot-weißen Hintergrund.

Bezirk 1: Innere Stadt

Das Wappen des 1. Bezirks, der Inneren Stadt, zeigt ein Balkenkreuz, das
dem Wiener Stadtwappen entspricht. Seine Ursprünge reichen bis ins 13.
Jahrhundert zurück, als es erstmals auf den „Wiener Pfennigen“ erschien–
einer Silbermünze, die im Mittelalter als Zahlungsmittel diente. Vermutlich
geht das Wappen auf die Reichssturmfahne aus der Zeit Heinrichs VI. (1169–
1197) zurück, die später unter Rudolf I. (1218–1291) eine ähnliche
Gestaltung aufwies.
Wappen mit dreigeteiltem Schild: links ein Heiliger mit Kirche und Fahne, rechts ein weißer Hirsch mit goldenem Geweih auf grünem Grund, unten eine rote Zunge umringt von goldenen Sternen auf blauem Grund. Hintergrund rot-weiß geteilt.

Bezirk 2: Leopoldstadt

Das Wappen des 2. Bezirks, Leopoldstadt, vereint die historischen Wappen der ehemaligen Vorstädte Leopoldstadt, Jägerzeile und Zwischenbrücken.

  • Leopoldstadt: Der Heilige Leopold, Patron der Bezirkskirche, steht auf einer grünen Wiese mit einem Kirchenmodell in der rechten und dem niederösterreichischen Banner in der linken Hand.
  • Jägerzeile: Ein silberner Hubertushirsch mit goldenem Geweih und Kreuz symbolisiert die Jäger und die Jagd.
  • Zwischenbrücken: Eine rote Zunge im goldenen Heiligenschein mit fünf Sternen stellt das Symbol des Heiligen Johannes Nepomuk dar, des Schutzpatrons der Brücken.

Wappen mit dreigeteiltem Schild: Links Heiliger Nikolaus mit Krummstab und goldenen Kugeln, rechts oben eine Erdbeere mit Blättern und Blüten, unten zwei silberne Böcke über einem Strauch. Hintergrund rot-weiß geteilt.

Bezirk 3: Landstrasse

Das Wappen des 3. Bezirks vereint die Symbole der ehemaligen Vorstädte Landstraße, Erdberg und Weißgerber:

  • Landstraße: Der Heilige Nikolaus, Schutzpatron des ehemaligen Frauenklosters St. Niklas, steht mit einem goldenen Krummstab und drei goldenen Kugeln auf einem Buch.
  • Erdberg: Eine rote Erdbeere mit zwei Blättern und zwei Blüten steht für die fälschliche Annahme, dass der Name „Erdberg“ von der Frucht stammt. Tatsächlich leitet sich der Name von einer alten Befestigungsanlage ab.
  • Weißgerber: Zwei silberne Böcke, die über einen Strauch springen, symbolisieren die Gerberzunft – einen Zusammenschluss von Handwerkern, die Tierhäute zu Leder verarbeiteten.
Wappen mit dreigeteiltem Schild: Oben links ein Weidenbaum, rechts der Stephansdom mit einer Krone und Pfauenfedern. Unten zwei Heilige neben einem Ziehbrunnen, darüber ein Heiliger mit Kirche und Fahne. Hintergrund rot-weiß geteilt.

Bezirk 4: Wieden

Das Wappen des 4. Bezirks vereint die Symbole der ehemaligen Vorstädte Wieden, Schaumburgergrund und Hungelbrunnen:

  • Wieden: Ein Weidenbaum auf einem grünen Hügel steht für die frühere, aber falsche Annahme, dass der Name „Wieden“ von „Weiden“ stammt.
  • Schaumburgergrund: Eine goldene Krone mit Pfauenfedern und der Stephansturm stehen für Ernst Rüdiger Graf Starhemberg, der 1683 eine wichtige Rolle bei der Verteidigung Wiens spielte.
  • Hungelbrunnen: Ein roter Ziehbrunnen mit den Heiligen Petrus und Florian steht für die Florianikirche in Matzleinsdorf. Über dem Brunnen schwebt der Heilige Leopold als Schutzpatron Niederösterreichs.
Wappen mit sechsgeteiltem Schild: Zentral die Heilige Margareta mit Kreuz und Drachen. Oben links ein Heiliger mit Stab und Buch, oben rechts ein Heiliger mit Fahne und Schwert. Unten links ein Turm mit Einhorn, unten rechts ein goldverzierter Reichsapfel

Bezirk 5: Margareten

Das Wappen des 5. Bezirks vereint die Symbole der ehemaligen Vorstädte Margareten, Nikolsdorf, Matzleinsdorf, Hundsturm, Laurenzergrund und Reinprechtsdorf:

  • Margareten: Die Heilige Margareta sitzt auf einer Wolke und hält ein Kreuz, während unter ihr ein feuerspeiender Drache liegt. Dies basiert auf einer Legende, in der sie den Teufel in Drachenform mit ihrem Kreuz besiegte.
  • Nikolsdorf: Der Heilige Nikolaus steht auf einer Wiese mit Bischofsstab und aufgeschlagenem Evangelienbuch. Der Name leitet sich von Nikolaus Oláh, dem Erzbischof von Gran, ab, der hier im 16. Jahrhundert eine Siedlung gründete.
  • Matzleinsdorf: Der Heilige Florian, Patron der Rauchfangkehrerkirche, löscht mit einem Wassereimer ein Feuer.
  • Hundsturm: Ein silberner Turm mit einem Einhorn, das aus dem Tor springt. Laurenzergrund: Ein schwarzer Rost symbolisiert das Leiden des Heiligen Laurentius, der auf einem Feuerrost zu Tode gefoltert wurde.
  • Reinprechtsdorf: Ein goldverzierter Reichsapfel mit Kreuz aus dem Siegel des Wiener Bürgerspitals.
Wappen mit fünfgeteiltem Schild: Zentral ein Schiff mit heiligem Kapitän. Oben links ein Heiliger vor einem Altar, oben rechts Heiliger Theobald im Bischofsornat. Unten links Maria Magdalena kniend vor dem Gekreuzigten, unten rechts drei goldene Lilien.

Bezirk 6: Mariahilf

Das Wappen des 6. Bezirks vereint die Symbole der ehemaligen Vorstädte Laimgrube, Windmühle, Magdalenengrund, Gumpendorf und Mariahilf:

  • Laimgrube: Der Heilige Theobald mit einer Kirche und einem Altar erinnert an die Theobaldkirche, die einst in dieser Vorstadt stand.
  • Windmühle: Der Heilige Theobald im Bischofsornat verweist erneut auf die Theobaldkirche.
  • Magdalenengrund: Maria Magdalena kniet vor dem Gekreuzigten – ein Hinweis auf die Maria-Magdalena-Kapelle.
  • Gumpendorf: Drei Lilien symbolisieren die Familie Muschinger, die einst die Grundherrschaft hatte.
  • Mariahilf: Ein Schiff mit Don Juan d’Austria steht für seinen Sieg bei Lepanto, der der Hilfe Marias zugeschrieben wird. Das Schiff verweist auf den alten Namen der Vorstadt („Im Schiff“) und auf Maria als Schutzpatronin der Mariahilfer Kirche.
Wappen auf rot-weißer Flagge: Zentral ein rotes Schild mit goldenem Kreuz und Halbmond, umgeben von Bischof, Mönch, Lerchen und Berg mit Reichsapfel.

Bezirk 7: Neubau

Das Wappen des 7. Bezirks vereint die Symbole der ehemaligen Vorstädte Neubau, St. Ulrich, Schottenfeld, Altlerchenfeld und Spittelberg:

  • Neubau: Ein silberner Halbmond unter einem goldenen Kreuz symbolisiert den Sieg über die Türken 1683.
  • St. Ulrich: Der Heilige Ulrich von Augsburg mit Krummstab und Fisch verweist auf die Pfarrkirche St. Ulrich.
  • Schottenfeld: Ein wandernder Schottenmönch mit Stab erinnert an das Schottenstift. Das Schottenstift war ein Kloster, welches 1161 in Wien gegründet wurde und viele Länder besaß und zum Wachstum von Wien beitrug.
  • Altlerchenfeld: Ein silbernes Kreuz mit vier goldenen Lerchen steht für den Namen der Vorstadt.
  • Spittelberg: Ein grüner Felsenberg mit einem blauen Reichsapfel und einer goldenen Taube verweist auf das Bürgerspital. Das Bürgerspital war eine soziale Einrichtung, die alte, kranke und bedürftige Menschen versorgte und sich durch Spenden, Besitz und den Verkauf von Wein finanzierte.
Wappen mit fünfgeteiltem Schild: Zentral eine Darstellung von Heiligen Josef mit Kind. Oben links ein Kreuz mit Lerchen, oben rechts eine Elster auf einem Strauch, unten links eine gekrönte Heilige, unten rechts weißer Balken auf rotem Hintergrund.

Bezirk 8: Josefstadt

Das Wappen des 8. Bezirks vereint die Symbole der ehemaligen Vorstädte Josefstadt, Alsergrund, Altlerchenfeld, Breitenfeld und Strozzigrund:

  • Josefstadt: Der Heilige Josef, Patron der Vorstadt, steht auf einer Wiese mit dem Jesuskind im Arm und einer Lilie in der Hand.
  • Alsergrund: Eine Elster auf einem Strauch symbolisiert die Herkunft des Namens aus dem Wienerischen Wort "Alster" für Elster.
  • Altlerchenfeld: Ein Kreuz mit vier goldenen Lerchen in den Ecken verweist auf den Namen der Vorstadt.
  • Breitenfeld: Die Heilige Maria mit Krone, Reichsapfel und Zepter erinnert an die Schutzpatronin der Kirche des Schottenklosters, das früher in Breitenfeld stand.
  • Strozzigrund: Ein Querbalken auf rotem Hintergrund erinnert an das Wappen der Gräfin Strozzi. Maria Katharina Gräfin Strozzi war eine Adelige, die 1702 das Gebiet von Strozzigrund erwarb. Nach der Türkenbelagerung förderte sie die Bautätigkeit in der Gegend.
Siebenteiliges Schild: Zentral eine Elster auf einem Strauch. Oben links Engelsflügel, oben Mitte Lamm mit Kreuz, oben rechts heiliger Johannes der Täufer, zwei Häuser auf Hügel, unten Mitte ein Hirsch mit Kreuz, unten rechts drei grüne Weiden.

Bezirk 9: Alsergrund

Das Wappen des 9. Bezirks vereint die Symbole der ehemaligen Vorstädte Michelbeuern, Himmelpfortgrund, Thurygrund, Lichtental, Althangrund, Roßau und Alservorstadt:

  • Michelbeuern: Zwei silberne Flügel stehen für den Erzengel Michael, den Patron des Klosters Michelbeuern, das bis 1796 die Grundherrschaft über das Gebiet hatte und damit wirtschaftliche und rechtliche Kontrolle ausübte.

  • Himmelpfortgrund: Ein silbernes Lamm mit Kreuzfahne verweist auf das Himmelpfortkloster, welches über lange Zeit die Grundherrschaft über das Gebiet hatte.

  • Thurygrund: Johannes der Täufer mit Kirche und Kreuzpanier erinnert an das einstige Spital „Sundersiechenhaus“.

  • Lichtental: Zwei Häuser auf Hügeln mit einer goldenen Sonne symbolisieren die Grundherrschaft der Familie Liechtenstein, die über Jahrhunderte bedeutende Besitztümer in Niederösterreich und Mähren hatte.

  • Althangrund: Ein silberner Hirsch mit Kreuz steht für Graf Althan, den Landjägermeister, der über das Gebiet herrschte.

  • Roßau: Vier grüne Weiden auf einer Wiese stehen für die ehemaligen Auenlandschaften entlang der Donau.

  • Alservorstadt: Eine Elster auf einem Strauch spielt auf das Wiener Wort „Alster“ an.

Ein sechsteiliges Schild: Zentral die Spinnerin am Kreuz, umgeben von fünf Feldern – oben links Evangelist Johannes mit Adler, oben rechts Brunnen mit Fontänen, unten links Ringofen, unten Mitte Malteserkreuz, unten rechts Weintraube mit Ähren.

Bezirk 10: Favoriten

Das Wappen des 10. Bezirks vereint die Symbole des Bezirks Favoriten und der eingemeindeten Orte Oberlaa, Rothneusiedl, Unterlaa und Inzersdorf:

  • Favoriten (neues Wappen): Die Spinnerin am Kreuz, ein gotisches Wahrzeichen am Wienerberg, das mit mehreren Sagen verbunden ist, steht auf rot-silbernem Hintergrund, den Farben Wiens.
  • Favoriten (alter Bezirksteil): Der Evangelist Johannes mit Kreuz und Adler als Bezug zur Johannes-Evangelist-Kirche am Keplerplatz.
  • Oberlaa: Ein Brunnen mit Fontänen symbolisiert die Thermalquellen und das Kurzentrum.
  • Rothneusiedl: Ein Ringofen und der Liesingbach stehen für die Industriegeschichte des Bezirks.
  • Unterlaa: Ein Malteserkreuz erinnert an den Johanniterorden, der hier ein Spital und eine Kirche errichtete.
  • Inzersdorf: Eine Weintraube mit Ähren verweist auf die landwirtschaftliche Tradition des Gebiets.
Dreiteiliges Schild auf rot-weiß geteiltem Hintergrund: Oben links ein S auf blauem Hintergrund, oben rechts ein Einhorn auf goldenem Hintergrund und unten zwei gekreuzte Fische in einem blauen Kreis auf rotem Hintergrund.

Bezirk 11: Simmering

Das Wappen des 11. Wiener Bezirks, Simmering, vereint die Wappen der ehemals selbstständigen Gemeinden Simmering, Kaiserebersdorf und Albern:

  • Simmering: Ein silbernes „S“ auf blauem Hintergrund erinnert an das Siegel der Herren von Simoning, die als Namensgeber des Bezirks gelten.
  • Kaiserebersdorf: Ein schwarzes, springendes Einhorn auf goldenem Hintergrund  stammt aus dem Wappen der Herren von Meißau, die die Herrschaft über den Ort innehatten.
  • Albern: Zwei gekreuzte silberne Fische auf blauem Kreis symbolisieren die lange Fischereitradition des Gebiets.
Fünfteiliges Schild: Zentral eine Wassernymphe und ein antiker Römerstein, oben links ein Heiliger vor einer Brücke, oben rechts ein schwarzes Kreuz, unten links ein goldenes Mühlrad, darunter ein Stern und Halbmond, unten rechts ein fliegender Rabe.

Bezirk 12: Meidling

Das Wappen des 12. Bezirks setzt sich aus den Symbolen der ehemals eigenständigen Vororte Gaudenzdorf, Hetzendorf, Obermeidling, Altmannsdorf und Untermeidling zusammen:

  • Gaudenzdorf: Eine silberne Bogenbrücke mit der Figur des Heiligen Johannes Nepomuk, dem Schutzpatron der Meidlinger Kirche und Sinnbild für Hochwasserschutz.
  • Hetzendorf: Ein schwarzes Kreuz auf silbernem Hintergrund als Hinweis auf den Deutschen Ritterorden, der hier im 15. Jahrhundert Grundherr war.
  • Obermeidling: Ein goldenes Mühlrad auf rotem Grund steht für die ehemaligen Mühlenbetriebe. Darunter ein grüner Hügel mit Stern und Halbmond, die an den früheren Weinbau erinnern.
  • Altmannsdorf: Ein fliegender Rabe mit goldenem Ring im Schnabel symbolisiert die Legende des Heiligen Oswald, den Patron der örtlichen Kirche. Der Heilige Oswald, König von Northumbria, soll einen Latein sprechenden Raben mit einem goldenen Ring geschickt haben, um die Zustimmung eines strengen Brautvaters zu gewinnen.
  • Untermeidling: Eine Wassernymphe mit Krügen stellt die Thermalquellen des Theresienbads dar, während ein antiker Römerstein auf archäologische Funde in der Gegend verweist.

Ein fünfteiliges Schild: Zentral eine Madonna mit Christuskind in einer Baumkrone, umgeben von Engeln und betenden Menschen. Oben links drei Äxte, oben rechts ein Heiliger in einem Kessel, unten links ein Pelikan und unten rechts ein Hirsch.

Bezirk 13: Hietzing

Das Wappen des 13. Bezirks vereint die Symbole der ehemaligen Vororte Hacking, Sankt Veit, Speising, Lainz und Hietzing:

  • Hacking: Drei Hacken auf rot-silber-rotem Hintergrund, die den Ortsnamen darstellen.

  • Sankt Veit: Der Heilige Vitus steht in einem Kessel über einer Feuerstelle und hält einen Palmzweig. Laut Legende wurde er in siedendem Öl hingerichtet und ist der erste Patron der Ober-St.-Veiter Kirche.

  • Speising: Ein silberner Pelikan auf blauem Hintergrund füttert seine drei Jungen in einem goldenen Nest mit seinem eigenen Blut.

  • Lainz: Ein Hubertushirsch mit goldenem Kreuz zwischen dem Geweih verweist auf die Jagdtradition und den Lainzer Tiergarten.

  • Hietzing: In der Krone eines Baumes steht eine Madonna mit Christuskind, umgeben von Engeln und betenden Menschen. Einer Sage zufolge entdeckten vier gefesselte Bauern während der Türkenbelagerung 1529 ein verstecktes Marienbild in einem Baum, das sie mit den Worten „Hüats enk“ (mundartlich für „Hütet Euch“) befreit haben soll. Diese Erzählung könnte die Herkunft des Namens Hietzing erklären.

Ein fünfteiliges Schild: Zentral ein Reichsapfel, umgeben von den Buchstaben D und P. Oben links ein Heiliger mit Palme und Rost, oben rechts eine Mauer mit offenem Tor, unten links Maria mit Kind, unten rechts ein Nadelbaum hinter einem Zaun.

Bezirk 14: Penzing

Das Wappen von Penzing vereint die Symbole der ehemaligen Vororte Breitensee, Hütteldorf, Hadersdorf, Baumgarten und Penzing:

  • Breitensee: Der Heilige Laurentius mit Rost und Märtyrerpalme steht für die Pfarrkirche des Ortes.
  • Hütteldorf: Eine Mauer mit offenem Tor und einem Turm erinnert an das frühere Ortssiegel.
  • Hadersdorf: Maria mit Kind auf einem Brunnen symbolisiert die Schutzpatronin der Kirche Mariabrunn.
  • Baumgarten: Ein Nadelbaum hinter einem Zaun stellt den Ortsnamen bildlich dar.
  • Penzing: Ein blauer Reichsapfel mit goldenen Beschlägen und den Buchstaben „D“ und „P“ steht für „Dorf Penzing“ und verweist auf die frühere Grundherrschaft des Wiener Bürgerspitals.
Ein geviertetes Schild mit einem zentralen braunen Hirsch. Oben links ein Halbmond mit Gesicht, oben rechts eine Weintraube mit Blättern. Unten ein Engel, der mit einer Lanze einen Drachen besiegt.

BEZIRK 15: RUdolfsheim-Fünfhaus

Das Wappen von Rudolfsheim-Fünfhaus vereint die Symbole der ehemaligen Vororte Rustendorf, Reindorf, Braunhirschen, Fünfhaus und Sechshaus:

  • Rustendorf: Ein Halbmond mit Gesicht auf blauem Hintergrund.
  • Reindorf: Eine goldene Weintraube mit Blättern auf grünem Grund, als Hinweis auf den früheren Weinbau.
  • Braunhirschen: Ein brauner Hirsch mit zwölfendigem Geweih vor silbernem Hintergrund, benannt nach dem Wirtshaus „Zum braunen Hirschen“.
  • Fünfhaus: Der Erzengel Michael in silberner Rüstung mit Helm, der mit einer goldenen Lanze einen feuerspeienden Drachen besiegt – ein Symbol des Barnabitenkollegs Sankt Michael, das hier die Grundherrschaft hatte.
  • Sechshaus: Das Wappen von Sechshaus war mit dem Fünfhaus Wappen identisch, weshalb es im Wappen nicht extra dargestellt wird.
Ein zweiteiliges Schild: Links ein rotes Wappen mit Kreuz auf grünem Dreiberg, darüber eine Mitra. Rechts ein goldener Baum, darüber drei fliegende Lerchen.

BEZIRK 16: Ottakring

Das Wappen von Ottakring vereint die Symbole der ehemaligen Vororte Ottakring und Neulerchenfeld:

  • Ottakring: Ein roter Wappenschild mit Kreuz auf einem grünen Dreiberg, darüber eine Mitra (traditionelle Kopfbedeckung von Bischöfen). Dies verweist auf das Stift Klosterneuburg, das bis 1848 große Teile des Gebiets besaß.
  • Neulerchenfeld: Ein goldener Baum und drei fliegende Lerchen auf schwarzem Hintergrund, als Symbol für den Ortsnamen.
Ein dreigeteiltes Schild: Oben eine Weintraube auf rotem Hintergrund. Unten links zwei gekreuzte Schlüssel. Unten rechts ein Haus auf grünem Boden, umgeben von zwei Bäumen, mit einem blauen Bach.

Bezirk 17: Hernals

Das Wappen von Hernals vereint die Symbole der ehemaligen Vororte Hernals, Dornbach und Neuwaldegg:

  • Hernals: Eine blaue Weintraube auf rotem Hintergrund steht für den einst bedeutenden Weinbau in der Region.
  • Dornbach: Zwei gekreuzte braune Kirchenschlüssel auf goldenem Grund symbolisieren den Apostel Petrus und verweisen auf die Grundherrschaft der Erzabtei St. Peter in Salzburg.
  • Neuwaldegg: Ein Haus mit goldenem Dach steht auf grünem Boden mit einem blauen Bach, umgeben von zwei Bäumen. Es erinnert an den Herrensitz von 1537, der später zum Schloss Neuwaldegg ausgebaut wurde.
Ein viergeteiltes Schild: Zentral ein Heiliger mit Palmzweig und Gitterrost. Oben links ein Heiliger mit einem Reh auf einer Wiese. Oben rechts ein Heiliger mit Kreuz und Palmzweig. Unten Weinbauern, die eine Weintraube auf einer Stange tragen.

Bezirk 18: Währing

Das Wappen von Währing vereint die Symbole der ehemaligen Vororte Pötzleinsdorf, Gersthof, Weinhaus und Währing:

  • Pötzleinsdorf: Der Heilige Ägidius mit einem Reh auf einer Wiese steht für die Pfarrkirche des Ortes.
  • Gersthof: Der Heilige Johannes Nepomuk mit Kreuz und Palmzweig symbolisiert die frühere Kapelle, die später zur Pfarrkirche wurde.
  • Weinhaus: Zwei Weinbauern tragen auf einer Stange eine große goldene Weintraube, was den Weinbau der Region symbolisiert. Das Motiv erinnert an die biblische Geschichte von Josua und Kaleb, die eine riesige Traube aus Kanaan brachten.
  • Währing: Der Heilige Laurentius steht auf einer grünen Wiese vor blau-silbernem Hintergrund. Er trägt eine Dalmatika, ein zeremonielles Gewand mit weiten Ärmeln, das von Diakonen getragen wird. In seinen Händen hält er einen Palmzweig und einen Gitterrost, das Symbol seines Leidens und Todes. Laurentius ist der Patron der Währinger Kirche.
Ein neunteiliges Schild mit Engeln, Heiligen, Symbolen des Weinbaus und der Natur sowie weiteren religiösen Darstellungen.

Bezirk 19: Döbling

Das Wappen von Döbling vereint die Symbole der ehemaligen Vororte Heiligenstadt, Unterdöbling, Nußdorf, Salmannsdorf, Neustift am Walde, Sievering, Kahlenbergdorf, Grinzing und Oberdöbling:

  • Heiligenstadt: Der Erzengel Michael als Seelenwäger mit Schwert und Waage, Patron der Kirche St. Michael.
  • Unterdöbling: Der Heilige Jakob mit Kreuzstab und Buch, Patron der örtlichen Pfarrkirche.
  • Nußdorf: Ein goldener Baumstumpf mit Zweigen, Nüssen und Blättern als Anspielung auf die Herkunft des Ortsnamens.
  • Salmannsdorf: Der Heilige Sebastian, gefesselt an einen Baum und von Pfeilen durchbohrt, als Schutzpatron der Kapelle zu Salmannsdorf.
  • Neustift: am Walde: Der Heilige Rochus mit Pilgerstab und Hund, Patron der Pfarrkirche.
  • Sievering: Der Heilige Severin mit Mitra und Krummstab, Patron der Sieveringer Kirche.
  • Kahlenbergdorf: Der Heilige Georg in goldener Rüstung auf einem Pferd, der einen Drachen tötet, Patron der Kahlenbergerdorfer Kirche.
  • Grinzing: Ein Mann mit einer großen blauen Weintraube, Symbol des Weinbaus im Ort.
  • Oberdöbling: Eine goldene Weintraube mit Blättern, die den lokalen Weinbau repräsentiert.
Ein zweigeteiltes Schild auf rot-weißem Hintergrund: Oben ein Anker auf blauem Grund, unten eine rote Zunge, umgeben von einem goldenen Heiligenschein mit fünf Sternen.

Bezirk 20: Brigittenau

Das Wappen der Brigittenau vereint die Symbole der ehemaligen Ortschaften Brigittenau und Zwischenbrücken:

  • Brigittenau: Ein silberner Anker auf blauem Hintergrund steht für die Bedeutung der Schifffahrt auf der Donau und den Donaukanal.
  • Zwischenbrücken: Eine rote Zunge, umgeben von einem goldenen Heiligenschein mit fünf Sternen, symbolisiert den Heiligen Johannes Nepomuk, den Schutzpatron der Brücken.
Ein fünfgeteiltes Wappen: Zentral eine Blumenvase, oben links eine Hand mit Ähren, oben rechts vier Bäume, unten links eine Frau mit Kind, unten Mitte zwei gekreuzte Säcke, unten rechts ein Turm mit roten Fahnen

BEZirk 21: Floridsdorrf

Das Wappen von Floridsdorf vereint die Symbole der ehemaligen Ortschaften Leopoldau, Stammersdorf, Jedlesee, Großjedlersdorf, Strebersdorf und Floridsdorf:

  • Leopoldau: Ein Arm mit Ähren auf blauem Hintergrund steht für die landwirtschaftliche Tradition des Ortes.
  • Stammersdorf: Vier Bäume auf einer grünen Wiese vor silbernem Hintergrund. Sie wurden als Symbol für den Ortsnamen gewählt, obwohl dieser eigentlich vom slawischen Namen „Stojmir“ stammt.
  • Jedlesee: Die Jungfrau Maria zu Loretto mit Jesuskind, umgeben von den Buchstaben „M“ und „L“. Das Wappen zeigt die Patronin der Jedleseer Kirche und basiert auf der Wallfahrtsstatue.
  • Großjedlersdorf: Zwei gekreuzte Säcke auf rotem Hintergrund symbolisieren die landwirtschaftliche Nutzung des Gebiets.
  • Strebersdorf: Ein silberner Turm mit roten Fahnen auf einer Wiese, dessen Bedeutung nicht vollständig geklärt ist.
  • Floridsdorf: Eine grüne Blumenvase mit roten Blüten verweist auf den Namen des Bezirks, abgeleitet vom lateinischen Wort floridus („blühend“), in Anlehnung an Propst (Leiter einer kirchlichen Gemeinschaft) Floridus Leeb.
Ein achtgeteilter Wappenschild auf rot-weißem Hintergrund mit einem zentralen Ritter, umgeben von Haus, Baum, Brunnen, Beutelbuch, Adlerflügel, Schiffsmühle und Hirsch.

BEZirk 22: Donaustadt

Das Wappen von Donaustadt vereint die Symbole der ehemaligen Ortschaften Stadlau, Aspern, Süßenbrunn, Breitenlee, Kagran, Eßling, Kaisermühlen und Hirschstetten:

  • Stadlau: Ein hölzerner Stadel auf einer Wiese mit Bäumen, als Anspielung auf den Ortsnamen, der auf „Stadel in der Au“ zurückgeht.
  • Aspern: Ein grüner Baum auf einer Wiese. Der Name Aspern leitet sich von der Espe ab und wurde erstmals um 1250 erwähnt.
  • Süßenbrunn: Ein goldener Ziehbrunnen als Hinweis auf einen früher bedeutenden Brunnen in der Gegend.
  • Breitenlee: Ein rotes Beutelbuch und ein goldener Krummstab, entnommen aus dem Wappen des Schottenstifts, das hier die Grundherrschaft innehatte.
  • Kagran: Der Heilige Georg in goldener Rüstung auf einem Pferd, der mit einer Lanze einen Drachen besiegt, als Patron der örtlichen Pfarrkirche.
  • Eßling: Ein goldener Adlerflügel, verziert mit einer schwarzen Schärpe und silbernen Rauten. Das Wappen stammt von den Herren von Eslarn, die hier einst die Grundherrschaft hatten. Der Name Eßling ist seit 1590 belegt, seine Herkunft ist unklar.
  • Kaisermühlen: Eine goldene Schiffsmühle als Symbol für die historischen Schiffsmühlen an der Donau.
  • Hirschstetten: Ein goldener, springender Hirsch auf einer Wiese vor rotem Hintergrund. Der Hirsch wurde fälschlicherweise als Namensgeber gewählt, da der Ursprung des Ortsnamens unklar ist.
Ein achtgeteilter Wappenschild auf rot-weißem Hintergrund mit zentralen Haselnussblätter und der Jahreszahl 1683, umgeben von Symbolen wie Maurer, Ähren, Burgtor, Schafhirte, Heilige, Erlenblätter und einer Burg.

BEZirk 23: Liesing

Das Wappen von Liesing vereint die Symbole der ehemaligen Gemeinden Atzgersdorf, Erlaa, Inzersdorf, Kalksburg, Liesing, Mauer, Rodaun und Siebenhirten:

  • Mauer: Eine rote Ziegelmauer mit einem Maurer, die auf den Ortsnamen anspielt.
  • Inzersdorf: Drei goldene Ähren wachsen aus einem roten Herz, gehalten von einem Löwen und einem Pferd, mit gekreuzten Sensen darunter.
  • Kalksburg: Ein Burgtor mit goldenem Fallgitter erinnert an die zerstörte Burg Kalksburg.
  • Siebenhirten: Die Zahl Sieben mit einem Schafhirten und einem Schaf symbolisiert den Ortsnamen.
  • Atzgersdorf: Die Heilige Katharina mit Palmzweig und Schwert als Schutzpatronin der Pfarrkirche.
  • Erlaa: Drei Erlenblätter auf einem Baumstamm, als Hinweis auf den Ursprung des Ortsnamens.
  • Rodaun: Eine silberne Burg mit roten Dächern auf einem bewaldeten Hügel repräsentiert die Burg Rodaun.
  • Liesing: Haselnussblätter und die Jahreszahl „1683“ erinnern an die Zerstörung durch die Türkenbelagerung. Ein Korb und ein Mühlrad stehen für Landwirtschaft, Industrie und Weinbau.

Quellen

Für diesen Artikel wurden die Informationen hauptsächlich aus der Quelle Geschichte Wiki Wien entnommen, die detaillierte Informationen zu den Wiener Bezirkswappen bietet. Zusätzlich wurden Informationen aus dem Austria-Forum verwendet.

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